Josefine Märtin

Josefine Märtin

So entwickelst du endlich eine Meditationsroutine!

Lesezeit: ca. 4 min

Routinen zu etablieren scheint im ersten Moment aufwendig. Es bedeutet, dass wir Zeit und Energie aufwenden müssen. Beides Dinge, von denen die wenigsten Menschen (erst recht berufstätige Mütter) täglich auf einen Überschuss zurückgreifen können. 

Doch im Gegenzug für einen anfänglichen kurzen Input an eventuell etwas mehr Zeit spart uns die Routine, wenn sie dann läuft, am Ende Zeit! Zugegeben, den Satz muss man vielleicht zweimal lesen. Ich lade dich ein, diesem Gedanken in dem folgenden Artikel mal zu folgen und mir gern deine Meinung da zu lassen. 

Inhaltsverzeichnis
1. Menschen brauchen Routinen
2. Die Vorteile einer Meditationsroutine
3. So etablierst du eine Meditationsroutine + mein persönliches Rezept
4. Dein persönlicher Spickzettel
Fazit

 

Übung macht die Meisterin

1. Menschen brauchen Routinen

Routinen sind wichtig, weil sie unserem Alltag Struktur geben und uns helfen, Ziele zu erreichen. Sie schaffen Verlässlichkeit und Stabilität, was besonders in stressigen Zeiten beruhigend wirkt. Durch etablierte Routinen

  • sparen wir mentale Energie, da sie uns erlauben, Aufgaben automatisch und effizient zu erledigen.

     

  • Dies gibt uns die Freiheit, uns auf wichtigere oder kreativere Aufgaben zu konzentrieren.

     

  • Routinen unterstützen uns dabei, gesunde Gewohnheiten zu entwickeln, die unsere körperliche und geistige Gesundheit fördern und unser Wohlbefinden steigern.

     

  • Indem wir kleine, machbare Schritte wiederholen und beständig beibehalten, schaffen wir ein solides Fundament für ein erfülltes und ausgeglichenes Leben.

Routinen können also dazu beitragen, dass wir glücklicher, entspannter, gelassener leben und unser familiärer und gesellschaftlicher Beitrag unseren Wertvorstellungen entspricht. Routinen sorgen für innerliche Freiheit, in dem sie Entscheidungen erleichtern und uns mentale Energie sparen. 

 

2. Die Vorteile einer Meditationsroutine

Soweit so gut, könntest du jetzt sagen. Nun scheint es ja, als bräuchten wir das Meditieren selbst nicht, weil auch jede beliebige andere Routine uns zu einem “erfüllten und ausgeglichenen” Leben verhelfen kann. Jein. Regelmäßiges Meditieren hat unzählige Vorteile. Im Folgenden nenne ich dir nur einen Auszug: 

Stressreduktion: Durch die Praxis der Achtsamkeit und das Fokussieren des Geistes kann Meditation effektiv dabei helfen, Stress abzubauen. Sie beruhigt das Nervensystem und fördert einen Zustand tiefer Entspannung.

Emotionale Gesundheit: Regelmäßige Meditation kann helfen, negative Emotionen wie Angst und Wut zu reduzieren. Sie fördert positive Gefühle und unterstützt die emotionale Stabilität.

Verbesserte Konzentration und Aufmerksamkeit: Meditation schult den Geist, fokussiert zu bleiben und verbessert die Fähigkeit, Ablenkungen zu widerstehen. Dies führt zu gesteigerter Produktivität und besserer Leistung in alltäglichen Aufgaben.

Besserer Schlaf: Meditieren kann zu einem ruhigeren Geist führen, der es leichter macht, einzuschlafen und durchzuschlafen. Dies fördert eine bessere Schlafqualität und mehr Erholung.

Erhöhte Selbstwahrnehmung: Meditation ermöglicht eine tiefere Verbindung zu sich selbst. Sie hilft, Selbstbewusstsein zu entwickeln und innere Bedürfnisse und Wünsche besser zu verstehen.

Reduktion von Angstzuständen: Durch regelmäßige Praxis kann Meditation helfen, Ängste zu lindern und eine ruhigere, gelassenere Lebensweise zu fördern.

Stärkung des Immunsystems: Studien haben gezeigt, dass Meditation positive Auswirkungen auf das Immunsystem haben kann, indem sie die allgemeine Gesundheit und Widerstandsfähigkeit des Körpers unterstützt.

Förderung von Mitgefühl und Empathie: Meditation kann das Gefühl der Verbundenheit mit anderen stärken und Mitgefühl und Empathie fördern. Dies verbessert zwischenmenschliche Beziehungen und das soziale Miteinander.

Kreativitätssteigerung: Indem sie den Geist beruhigt und Raum für neue Gedanken schafft, kann Meditation die Kreativität und Problemlösungsfähigkeiten steigern.

Schmerzlinderung: Regelmäßige Meditation kann helfen, chronische Schmerzen zu bewältigen und die Schmerzempfindlichkeit zu reduzieren, indem sie das Schmerzbewusstsein verändert.

Du boostest also die jeweiligen Vorteile von Routinen bzw. dem Meditieren! 🤓🚀 Wie Meditationsroutine ist also Doppelsuperkraft!

 

3. So etablierst du eine Meditationsroutine + mein persönliches Rezept

Eine Meditationsroutine entsteht durch tägliche Übung, die Praxis und kleine, aber beständige Schritte. Du wirst oft lesen, dass du zum Beispiel mit 5 Minuten pro Tag beginnen kannst. Dass du eine Tageszeit finden solltest, die für dich am besten funktioniert – vielleicht gleich nach dem Aufwachen oder bevor du ins Bett gehst. Dass du dich an einen ruhigen Ort setzen solltest, um die Augen schließen und dich auf deinen Atem konzentrieren zu können. Indem du dies dann täglich wiederholst, wird die Meditation bald zu einem festen Bestandteil deines Alltags. Und das stimmt!

ABER:

Ich habe festgestellt, dass 5 Minuten unendlich lang sein können, wenn der Terminkalender voll ist, oder das Kind den ganzen Tag über Nähe braucht. Dass die wohlüberlegte, perfekte Tageszeit fünf Tage lang wirklich perfekt und dann plötzlich alles wieder ganz anders ist. Dass ruhige Ort rar sind und obwohl man weiß, dass Tage aufeinander folgen, plötzlich 4 Tage vergangen sind, ohne dass man es gemerkt und an seine Routinen gedacht hat. Alles in allem, dass die Anleitungen irgendwie nicht in meine Realität passen.

Deshalb folgt nun mein persönliches und erprobtes Rezept für dich:

  1. Eigne dir Wissen an! Belies dich regelmäßig zu den Vorteilen, den Techniken, beleg Kurse, unterhalte dich mit Gleichgesinnten, bleibe in meinem Newsletter. Wenn wir uns mit etwas auskennen und Wissen warum wir etwas tun, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass wir an dem Thema dran bleiben.

    2. Fang an! Beginne einfach. Jetzt. Wenn du diesen Punkt hier gelesene, hast, schließ mal deine Augen und atme 10 mal bewusst ein und aus. Konzentriere dich immer wieder auf das Ein- und Ausatmen. Ein und aus. Deine Gedanken dürfen abschweifen und zurückkommen. Wenn du nicht abschweifst meditierst du noch nicht 😉 (Dazu mehr in meinem nächsten Newsletter!

    3. Erinnere dich. Die gesamte Meditation ist eine Erinnerung. Es geht darum, sich immer wieder ans Atmen, oder an etwas anderes, je nach Meditationsform, zu erinnern. Aber es kann auch helfen, sich im Alltag kleine Anker zu setzen. Irgendetwas davon wird in deinem Tag vorkommen (im Gegensatz zur perfekten Tageszeit, die manchmal einfach ausbleibt). Vielleicht ist es der Moment, wenn dein Tee- oder Kaffeewasser kocht, vielleicht ist eine Wartesituation, an der Supermarktkasse, weil eine Internetseite lädt, oder auf den Bus. Vielleicht ist es das Zähneputzen. Finde und benenne, ja dokumentiere sie sogar, die kleinen Anker in deinem Alltag, die dich daran erinnern, dass du meditieren möchtest und entweder kannst du in diesen Momenten direkt eine Meditation einbauen, oder du hast auf dem Schirm, dass du schnellstmöglich an diesen Punkt kommen möchtest und richtest deine nächsten Schritte darauf aus.

    4. Variiere verschiedene Parameter deiner Meditation. Wenn du flexibel bleibst, deine Zeit anzupassen, musst du nicht immer 5 Minuten finden. Wenn du bereit bleibst den Ort zu wechseln, das Thema, die Art der Meditation, dann eröffnen sich dir viel mehr Möglichkeiten und die Bildung einer Routine ist viel wahrscheinlicher.

    5. Probiere verschiedene Meditationsformen aus. Du kannst sitzen und deinen Atmen beobachten, du kannst dir freundliche Wünsche schicken, du kannst deinen Körper scannen, du kannst für andere meditieren, du kannst beim Gehen meditieren, beim Sitzen, beim Liegen, beim Backen, beim Kochen, beim Nähen, du kannst in eine Kerze schauen, oder in einen Baum, du kannst Regentropfen, oder Schneeflocken beobachten. Wenn du dich auf eine Sache konzentrierst und deine Gedanken immer wieder dahin zurückholst, meditierst du. Und je mehr Regelmäßigkeit du in deine Übung bekommst, je mehr du von den Vorteilen profitierst, desto wahrscheinlicher wird es, dass du Zeit für längere Meditationen freiräumst und sich deine Routine festigt.

    6. Übe dich in Gleichmut. Du lebst vermutlich in keinem Kloster und es gehört nicht zu deinen “Pflichten” regelmäßig zu praktizieren. Du holst etwas sehr wertvolles in deinen Alltag, für das dort natürlicherweise in der heutigen Zeit und der westlichen Welt kein Platz vorgesehen ist. Du wirst also automatisch vor Herausforderungen, wie fehlender Zeit, Prioritätenverschiebung, fehlender Akzeptanz und ähnlichem stehen. All diese Herausforderungen lassen sich mit Selbstmitgefühl begegnen. Gib dir die Erlaubnis, langsam zu starten, eben zu üben und schätze jedes Bestreben in diese Richtung wert, ohne dass du dich über mögliche Fehler ärgerst. Für mich hat sich mit dem Verständnis von Selbstmitgefühl mein gesamtes Konzept von Achtsamkeit neu sortiert. Im einem der nächsten Blogbeiträge lasse ich dich daran teilhaben!

    7. Nutze Hilfsmittel. Ich persönlich nutze Insight Timer. Eine Meditationsapp, in der ich geführte Meditationen machen kann, meine eigenen Meditationen mit meinen Start- und Endzeiten festlegen kann, Hintergrundmusik einstellen kann und sogar Kurse belegen kann. (Ich bin auch gerade dabei, eigene Meditationen für die App aufzunehmen, die du dann dort hören kannst 🙂) Du kannst dir auf einfach einen Wecker einmal in der Stunde stellen, der dich erinnert, oder vielleicht kennst du die App Headspace. Wenn ich dir ein Einsteiger:innenbuch empfehlen kann, dann ist das Search inside yourself von Chade-Meng Tan.

 

4. Dein persönlicher Spickzettel

Spickzettel um eine regelmäßige Meditationsroutine zu etablieren

Fazit

Auf einen Satz heruntergebrochen: Leg los, fang an, probier dich aus und nimm dich und das Meditieren nicht zu ernst 🙏

 

Liebe Grüße
Josefine 

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